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Belgische Brouwers protestieren gegen verbindliche Warnformel für Alkoholwerbung

Die Branchenvertretung Belgische Brouwers hat nach der heutigen Genehmigung des königlichen Beschlusses in einer Anzeige und einem Offenen Brief die föderale Regierung kritisiert — Streitpunkt ist die neue, einheitliche Formel „Alcohol schaadt de gezondheid“.

Kurzmeldung

Die Belgische Brouwers reagierten am 26. August 2026 mit einer Anzeige in Tageszeitungen und einem offenen Brief, nachdem der Ministerrat das zugehörige Königliche Besluit (Koninklijk Besluit) zur neuen Gesundheitsmitteilung für Alkoholwerbung gebilligt hat. Kernforderung der Branche: die föderale Regierung solle die geplanten Verschärfungen zurücknehmen oder präziser fassen. Im Schreiben nennt der Verband rund 100 unterstützende Brauereien sowie etwa 1.000 weitere Akteure aus dem Sektor.

Gegenstand des Streits ist die verpflichtende Warnformel „Alcohol schaadt de gezondheid“, die das frühere „Alcoholmisbruik schaadt de gezondheid“ ersetzen soll. Die Belgische Brouwers bemängeln, die neue, allgemein gehaltene Botschaft stigmatisiere Konsum statt gezielt Missbrauch zu bekämpfen. In ihrer Stellungnahme verweisen sie außerdem auf praktische Probleme: Pflichtangaben in mehreren Sprachen, erweiterte Definitionen von Werbung und Wettbewerbsnachteile gegenüber internationalen Marken. Der Verband erinnert an bestehende Selbstregeln und das zuletzt überarbeitete Convenant, das als Grundlage für Teile der Regulierung diente.

Die föderale Regierung und Gesundheitsverantwortliche verteidigen die Maßnahme als Teil einer breiteren Präventionspolitik. Nach Angaben aus Regierungskreisen soll die Änderung die Sichtbarkeit gesundheitlicher Hinweise vereinheitlichen und den Jugendschutz stärken. Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke hatte in Vorjahren bereits betont, dass frühere Formulierungen nicht ausreichend klar gewesen seien.

Verfahrensrechtlich handelt es sich um die Umsetzung eines Elements aus dem Regeerakkoord; das Inkrafttreten folgt nun dem formalen Ablauf für einen königlichen Erlass. Der Entwurf wurde im Ministerrat traktandiert; nach Konsultationen kann das Koninklijk Besluit finalisiert und im Belgischen Staatsblatt veröffentlicht werden, worauf Übergangsfristen für die Wirtschaft folgen würden. Die Belgische Brouwers kündigen an, sich in der anstehenden Konsultation zu engagieren und konkrete Änderungsvorschläge vorzulegen.

Die Kontroverse bleibt ein klassischer Interessenkonflikt zwischen Public-Health-Zielen und wirtschaftlichen Freiheitsinteressen der Brauwirtschaft. Medienberichterstattung, unter anderem bei VRT NWS und Nieuwsblad, sowie die Positionen der Branche werden den weiteren politischen Prozess begleiten.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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