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Belgische Bahn sperrt Liège‑Guillemins nachts – Start am 7. September

Die Nationale Gesellschaft der Belgischen Eisenbahnen verschließt die Haupthalle und Bahnsteigzugänge in Liège‑Guillemins täglich von 00:35 bis 03:45 Uhr. Ziel ist laut Betreiber mehr Sicherheit und weniger Vandalismus.

Die Nationale Gesellschaft der Belgischen Eisenbahnen kündigt an, den Bahnhof Liège‑Guillemins ab 7. September nachts zeitweise zu schließen. Die Haupthalle und die Zugänge zu den Bahnsteigen werden täglich von 00:35 bis 03:45 Uhr verschlossen. Begründet wird die Maßnahme mit der Prävention von Vandalismus und der Erhöhung der Sicherheit in den Nachtstunden.

Die Umsetzung liegt bei Mitarbeitenden des Sicherheitsdienstes Securail. Sie sollen vor dem Verschließen kontrollieren, dass sich keine Personen mehr im Gebäude aufhalten. Der reguläre Zugverkehr bleibt nach Angaben des Betreibers unberührt: Vor Beginn des Frühbetriebs werden die Eingänge wieder geöffnet, damit die ersten Verbindungen planmäßig erreicht werden können. Die Regelung gilt ausschließlich für das Areal des Bahnhofs Liège‑Guillemins in der Stadt Liège.

Die Entscheidung fällt in eine laufende Debatte über Sicherheit im öffentlichen Raum und soziale Versorgung. Nach Angaben lokaler Hilfsorganisationen dienen geöffnete Bahnhofshallen in kalten Nächten mitunter als Schutzraum für Menschen ohne Obdach. Eine nächtliche Schließung nimmt diese Möglichkeit und verlangt, so die Sozialdienste, abgestimmte Ausweichangebote der Stadtverwaltung Liège und der Polizei. Die Bahngesellschaft verweist demgegenüber auf wiederholte Sachbeschädigungen und Störungen in den Nachtstunden, die mit dem neuen Regime eingedämmt werden sollen.

Offen blieb zunächst, wie die Koordination im Detail ausgestaltet wird: Welche Rolle Securail gemeinsam mit der Polizei in der Kontrolle des Umfelds übernimmt, welche Kennzahlen zur Wirkungsmessung (etwa dokumentierte Vorfälle von Vandalismus vor und nach Einführung) herangezogen werden und ob die nächtliche Sperrung als befristeter Versuch oder als dauerhafte Sicherheitsmaßnahme geplant ist. Klar ist, dass der Eingriff auf das enge Zeitfenster mit sehr geringem Fahrgastaufkommen zielt und dass Reisende die Station außerhalb der Sperrzeiten wie gewohnt nutzen können.

Liège‑Guillemins ist ein zentraler Knoten im Bahnnetz der Wallonischen Region. Die Ankündigung wurde am 1. September bekannt und tritt am 7. September 2026 in Kraft. Sie betrifft zunächst nur diesen Bahnhof; vergleichbare Maßnahmen an anderen belgischen Stationen wurden nicht kommuniziert. Die Bahngesellschaft stellt in Aussicht, die Entwicklung zu beobachten und bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen. Weitere Angaben zu operativen Details und sozialer Begleitung werden von Stadtverwaltung Liège und Betreiber erwartet.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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