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Belgien treibt bei ausländischen Verkehrssündern Millionen ein – Niederländer zahlen am häufigsten

Aktuelle Medienauswertungen zeigen: Seit 2021 wurden in Belgien über 5,3 Millionen Bußgeldverfahren gegen Fahrer aus dem Ausland bearbeitet, rund 3,6 Millionen davon wurden beglichen. Basis sind Zahlen des FÖD Justiz; die meisten Zahlungen kommen…

Neue Auswertungen vom 23. August 2026 belegen, dass Belgien seit 2021 mehrere Millionen Verkehrsbußen gegen ausländische Fahrzeughalter verarbeitet hat – und dass ein Großteil davon bezahlt wurde. Nach vorliegenden Medienangaben wurden mehr als 5,3 Millionen Verfahren bearbeitet, etwa 3,6 Millionen Bußgelder beglichen; damit liegt die Zahlungsquote bei rund zwei Dritteln. Unter den ausländischen Haltern leisten Niederländer besonders häufig fristgerecht Zahlungen.

Die Zahlen stützen sich auf Daten und Berichte des föderalen Justizdienstes FÖD Justiz. In einer Bilanz, die am 21. April 2025 veröffentlicht wurde, verzeichnete die Behörde für den Zeitraum 2022 bis 2024 eine deutliche Zunahme identifizierter ausländischer Verkehrssünder und eine wachsende Zahl sogenannter „perceptions immédiates“ (Soforteinziehungen). Demnach stellt Belgien bei ausländischen Haltern vor allem Verbindungen zu den Niederlanden, Frankreich und Deutschland fest.

Als Haupttreiber nennt der FÖD Justiz technische und organisatorische Maßnahmen: mehr stationäre und mobile Kameras, der Ausbau von Abschnittskontrollen (radars-tronçons) sowie die Zentralisierung der Datenverarbeitung in einer Bußgeldplattform. Diese Verdichtung der Kontrolle erhöht die Entdeckungswahrscheinlichkeit. Gleichzeitig bleibt die grenzüberschreitende Vollstreckung anspruchsvoll, weil sie auf EU-weite Auskunftssysteme, gegenseitige Amtshilfe und wirksame Zahlungsanordnungen wie den ordre de paiement angewiesen ist.

Faktisch ergibt sich daraus ein heterogenes Bild: Während gut zahlende Gruppen – etwa aus den Niederlanden – hohe Begleichungsraten zeigen, bleiben in anderen Herkunftsländern Einzüge schwieriger. Föderale Stellen betonen, dass identifizierte Verstöße konsequent verfolgt werden sollen; kommunale und regionale Prioritäten bei der Verkehrsüberwachung variieren jedoch. In Brüssel, Flandern und Wallonien beeinflussen unterschiedliche Schwerpunkte – etwa zwischen Parkraumkontrolle und Geschwindigkeitsüberwachung – den Zufluss an Fällen und damit indirekt die Einnahmen.

Welche Summen künftig realisiert werden, hängt aus heutiger Sicht von drei Faktoren ab: erstens von weiteren Investitionen in Erfassungstechnik und digitale Fallbearbeitung, zweitens von der praktischen Wirksamkeit der EU-Kooperation bei Identitätsabfragen und Vollstreckung, drittens vom Zahlungsverhalten ausländischer Halter. Prognosen bleiben deshalb unsicher. Klar ist jedoch: Die belgischen Behörden verfügen inzwischen über deutlich verbesserte Identifizierungsroutinen – eine Voraussetzung dafür, dass ein größerer Anteil grenzüberschreitender Verstöße überhaupt in zahlbare Bescheide überführt wird.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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