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Belgien terminiert digitale Radiologie-Überweisung und Entscheidungshilfe

RIZIV/INAMI und eHealth-platform haben Fristen für Registrierung und Tests des digitalen Radiologie-Verweisformulars und der klinischen Entscheidungshilfe veröffentlicht.

Belgische Bundesbehörden haben zum 5. Oktober 2026 die nächsten Schritte für die Einführung eines digitalen Verweisformulars für radiologische Untersuchungen und einer darauf aufbauenden klinischen Entscheidungshilfe bestätigt. RIZIV/INAMI und die eHealth-platform nennen auf ihren Informationsseiten konkrete Fristen für Registrierung, technische Nachweise und Pilotphasen. Ziel ist es, papiergebundene Überweisungen in der Radiologie zu ersetzen und die Verordnungspraxis transparenter und sicherer zu machen.

Den technischen Hinweisen zufolge müssen Softwareanbieter bis Mitte Oktober 2026 Integrationsnachweise einreichen. Vorgesehen ist die Anbindung über FHIR-Schnittstellen; erfolgreiche Tests in der FHIR-Testumgebung der eHealth-platform sind Voraussetzung für die Teilnahme an den offiziellen Registratietests. Die Behörden stellen dafür detaillierte Spezifikationen und Ablaufbeschreibungen bereit. Diese Angaben gehen aus den veröffentlichten Unterlagen von RIZIV/INAMI und der eHealth-platform hervor.

Parallel dazu wird PSS Radiologie (Prescription Search Support) als Entscheidungshilfe für verordnende Ärztinnen und Ärzte vorbereitet. Die Projektbeschreibung sieht eine pädagogische Webanwendung ab dem 25. Juni 2026 vor und terminiert Pilotprojekte voraussichtlich von November 2026 bis Mai 2027. Im Rahmen des Aktionsplans e‑Gezondheid 2026–2029 erwarten die Behörden weniger unnötige Untersuchungen, eine bessere Kontrolle der Strahlendosen und mehr Transparenz bei der Indikationsstellung. Diese Erwartungen sind den Projektpapieren zugeordnet; belastbare Ergebnisse liegen naturgemäß erst nach Abschluss der Pilotphasen vor.

Für die Versorgungspraxis zeichnen sich drei unmittelbare Folgen ab. Erstens erfordert die Einführung Anpassungen der Praxissoftware und abgestimmte Implementierungen durch Softwarehäuser. Zweitens entsteht Schulungsbedarf bei Überweiserinnen und Überweisern sowie Radiologinnen und Radiologen; entsprechende Formate, darunter ein Webinar im Mai 2026, sind angekündigt. Drittens sind Datenschutz, Interoperabilität und eindeutige Rollen- und Rechtemodelle zentral: Die Lösung stützt sich auf zentrale eHealth‑Komponenten und definierte FHIR‑Profile; nur Systeme mit nachgewiesener Konformität werden für die nationale Ausrollung zugelassen.

Die nun veröffentlichten Registrierungs- und Testfristen bilden die aktuelle Faktenbasis. Offen bleiben der genaue Starttermin einer flächendeckenden Einführung, die Ergebnisse der Registratietests und mögliche Entscheidungen über die Einbindung kommerzieller Regelwerke. Zu diesen Punkten verweisen die Behörden bislang auf weitere amtliche Mitteilungen nach Abschluss der technischen und klinischen Erprobung.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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