Belgien stellt sich am 22. Oktober auf Sturm Austen ein. Der Königliche Meteorologische Dienst (IRM/KMI) erwartet kräftige Windfelder und teils ergiebigen Regen, vor allem in der Nacht zum 23. Oktober. Die Modelle verlagern das Sturmtief über die südliche Nordsee, womit auch an der belgischen Küste und in exponierten Binnenlagen stürmische bis schwere Sturmböen möglich sind. Zur Entlastung der Notrufleitungen hat das Innenministerium die Nummer 1722 für nicht lebensbedrohliche Hilfeersuchen freigeschaltet; in akuten Notfällen gilt weiterhin 112.
Nach derzeitigem Stand rechnet der IRM/KMI in Küstenzonen und windanfälligen Regionen mit Böen um 80 bis 100 Kilometern pro Stunde, örtlich sind höhere Spitzen nicht ausgeschlossen. Zugbahn und Intensität können sich noch kurzfristig ändern. Die Warnlage wird daher fortlaufend aktualisiert. Die Föderale Krisenzentrale koordiniert vorbereitende Maßnahmen mit regionalen Schutz- und Rettungsdiensten und rät, Gegenstände im Freien zu sichern, Fahrzeuge nicht unter Bäumen zu parken und Abstand zu Küstenpromenaden zu halten.
An der Nordsee und in Häfen sind Anpassungen des Betriebs möglich. Hafenverwaltungen und Fährbetreiber bereiten sich auf Einschränkungen vor. Auch auf Straßen und Schienen ist mit Störungen durch umgestürzte Bäume, herabfallende Äste oder Aquaplaning zu rechnen. Kommunale Dienste und Feuerwehrzonen, darunter Einheiten an der Westküste, haben Einsatzpläne aktiviert und zusätzliche Mannschaften in Bereitschaft versetzt.
Das IRM/KMI hebt hervor, dass die größten Niederschlagsmengen auf die zweite Tageshälfte und die Nacht fallen können. In tiefer gelegenen oder bereits gesättigten Einzugsgebieten sind lokale Überflutungen möglich. Entscheidend sei, offizielle Warnstufen und Verhaltenshinweise zu beachten, da selbst geringe Kursänderungen des Tiefs die betroffenen Schwerpunkte verschieben können.
Für amtliche Informationen verweisen die Behörden auf die laufenden Warnungen des IRM/KMI sowie auf Mitteilungen der Regionen Flandern, Wallonien und der Region Brüssel-Hauptstadt. Die Nummer 1722 ist ausschließlich für nicht dringende Hilfe gedacht; der Notruf 112 bleibt für lebensbedrohliche Lagen und Brände reserviert. Prognosen und Lageberichte werden im Tagesverlauf an die Entwicklung von Windfeldern und Niederschlagsbändern angepasst. Belgien bleibt bis zur Passage der Kaltfront in erhöhter Bereitschaft; danach soll der Wind von Westen her allmählich nachlassen, Schauer und einzelne starke Böen können jedoch bis in die Nacht anhalten.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).