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Belgien plant bis Oktober 10 Milliarden Euro für den Haushalt

Die föderale Ebene in Belgien peilt bis Oktober Haushaltsmaßnahmen von rund 10 Milliarden Euro an, um das Defizit zu begrenzen. Umfang und Mix aus Ausgaben- und Einnahmeschritten sind noch offen.

Am 2. September 2026 steht in Brüssel die Frage im Zentrum, wie Belgien sein hohes Haushaltsdefizit eindämmen kann. Regierungsvertreter und Parlamentsgremien nennen als politische Zielmarke eine erste Konsolidierung von rund 10 Milliarden Euro bis Oktober. Diese Summe ist eine Absicht der föderalen Ebene, kein bereits beschlossener Haushaltsposten.

Aus Parlamentsunterlagen und jüngsten Debatten geht hervor, dass die „budgetäre Anstrengung“ in dieser Größenordnung als Minimum gilt, um das nominale Defizit nicht weiter ansteigen zu lassen. Das Monitoringkomitee warnt in seinen Einschätzungen, ohne strukturelle Eingriffe drohten anhaltend hohe Fehlbeträge. Auch die Europäische Kommission drängt auf glaubwürdige Korrekturen im Rahmen der Fiskalregeln. Ein förmlicher Verteilungsschlüssel liegt nicht vor.

Die Zusammensetzung der 10 Milliarden Euro ist offen. Diskutiert werden Einsparungen, zusätzliche Einnahmen durch Steuermaßnahmen, das Eindämmen von Steuervergünstigungen sowie mögliche Einmaleffekte. Als Option wird in politischen Kreisen immer wieder eine Teilveräußerung von Beteiligungen am Staatsvermögen genannt, darunter die Bank Belfius; ein bindender Beschluss existiert jedoch nicht. Klar getrennt werden muss damit der politische Prüfauftrag von verbindlichen Regierungsentscheidungen.

Ökonominnen und Ökonomen weisen darauf hin, dass kurzfristige Sparschritte soziale Folgewirkungen haben können, wenn sie nicht gezielt ausgestaltet werden. Verbände fordern daher transparente Wirkungsanalysen und eine Priorisierung wachstumsfördernder Investitionen. Zugleich betont die Regierung die Notwendigkeit, Zins- und Schuldendienstkosten zu begrenzen und finanziellen Spielraum für ressortübergreifende Prioritäten wie Sicherheit, Verteidigung und Klimapolitik zu sichern.

Der weitere Ablauf hängt nun vom parlamentarischen Prozess und den Koalitionsverhandlungen ab. Besonders heikel sind Abgrenzungen zwischen Föderalstaat, Regionen und Gemeinschaften, weil zentrale Ausgaben- und Einnahmekompetenzen geteilt sind und Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden müssen. Änderungen am Steuerrecht, an Transfersystemen oder an Subventionen bedürfen zudem detaillierter Umsetzungsgesetze und Zeitpläne.

Fest steht bislang das Ziel: Bis in den Oktober soll ein konsolidiertes Maßnahmenpaket von etwa 10 Milliarden Euro vorliegen. Ob der Schwerpunkt auf Ausgabenkürzungen, Mehreinnahmen oder Privatisierungen liegt, entscheidet sich in den kommenden Wochen im Austausch zwischen Abgeordnetenkammer, Regierung und Sozialpartnern. Prognosen über die endgültige Defizitwirkung bleiben bis zu einem formellen Beschluss vorläufig.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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