Belgien erlebt Ende September 2026 eine für die Jahreszeit ungewöhnlich warme und trockene Witterung. Nach Angaben der Wetterdienste sorgt eine anhaltende Hochdrucklage seit Tagen für viel Sonnenschein, schwachen Wind und nur vereinzelt Wolken. Die Tageshöchstwerte liegen verbreitet über dem langjährigen Mittel, während nennenswerter Regen ausbleibt.
Das Königliche Meteorologische Institut (IRM) führt die Lage auf blockierende Hochdruckgebiete und wiederholte Zufuhr milder bis warmer Luftmassen aus südlichen Breiten zurück. Diese Konstellation stabilisiert die Atmosphäre, dämpft Schauerbildung und begünstigt klare Nächte und sonnige Tage. Dass am Ende des Monats noch spätsommerliche Phasen auftreten, ist meteorologisch nicht beispiellos; bemerkenswert ist in diesem Jahr ihre Einbettung in einen bereits außergewöhnlich warmen Sommer 2026.
Regionale Unterschiede bleiben deutlich: An der Küste dämpft die Nordsee den Wärmeüberschuss, im Binnenland steigen die Temperaturen rascher. In höheren Lagen der Ardennen fallen die Nächte kühler aus, tagsüber werden die Abweichungen vom Mittel jedoch ebenfalls spürbar. Faktoren wie Bodenfeuchte und Exposition bestimmen zusätzlich die lokale Ausprägung der Wärme und Trockenheit.
MeteoBelgique berichtet für die letzten Septembertage von verbreitet überdurchschnittlichen Tagesmaxima und ungewöhnlich vielen Sonnenstunden. Nach derzeitigem Kenntnisstand dürfte Anfang Oktober eine allmählich wechselhaftere Witterung einsetzen; belastbare Aussagen zum Niederschlagsumfang bleiben jedoch der kurzfristigen Vorhersage vorbehalten. Prognosen sind mit Unsicherheiten behaftet und sollten fortlaufend mit den amtlichen Einschätzungen abgeglichen werden.
Die Trockenheit zeigt bereits Auswirkungen auf die Agrarmeteorologie. In Teilen Flanderns und der Wallonien werden ausgedörrte Böden und verzögerte Aussaaten gemeldet, nachdem der Sommer vielerorts geringe Niederschläge brachte. Ob daraus wasserwirtschaftliche Engpässe entstehen, hängt von Regenereignissen der kommenden Wochen ab. Für eine Bewertung längerfristiger Folgen sind hydrologische Messreihen maßgeblich, die erst mit Verzögerung vorliegen.
Klimatologisch ordnen Fachstellen die Häufung später Wärmephasen in den anhaltenden Erwärmungstrend ein. Einzelereignisse lassen sich ohne spezifische Attributionsstudien nicht eindeutig dem Klimawandel zuschreiben; die Wahrscheinlichkeit und Intensität solcher Wetterlagen nimmt in einem wärmeren Klima jedoch zu. Für Bevölkerung, Landwirtschaft und Infrastruktur bleibt entscheidend, kurzfristige Empfehlungen der Wetterdienste zu beachten und Ressourcen umsichtig zu disponieren.
Die meteorologischen Dienste wollen den Verlauf Anfang Oktober eng begleiten und aktualisierte Einschätzungen vorlegen, sobald neue Modellläufe vorliegen. Bis dahin gilt: ungewöhnlich warm und meist trocken – mit regionalen Nuancen zwischen Küste, Binnenland und Ardennen.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).