Wirtschaft

Belgien bleibt Biopharma-Hub – Verbände warnen vor Wendepunkt

Der Branchenbericht «Pharma Figures 2025» bestätigt Belgiens starke Stellung in Forschung, Produktion und klinischen Studien – gleichzeitig warnen pharma.be, Deloitte und BCG vor schwindender Wettbewerbsfähigkeit ohne rasche politische Maßnahmen.

Kurzmeldung

Der Bericht „Pharma Figures 2025“ von pharma.be zeichnet ein duales Bild: Belgien verfügt weiterhin über eine dichte Infrastruktur für biopharmazeutische Forschung, eine hohe Zahl klinischer Studien und beträchtliche Investitionen in Forschung und Entwicklung. Die veröffentlichte Datensammlung dokumentiert für 2025 nach wie vor hohe Exportwerte, eine grosse Zahl Forscherinnen und Forscher sowie signifikante R&D-Aufwendungen, zeigt zugleich jedoch deutliche Warnsignale (PHARMA FIGURES 2025).

pharma.be und ergänzende Analysen von Deloitte und der Boston Consulting Group (BCG) kommen zu ähnlichen Schlussfolgerungen: Die Stärke Belgiens beruht auf bestehender Forschungs- und Produktionsdichte sowie auf einem Ökosystem, das Innovationen zur Marktreife führen kann. Zugleich werden strukturelle Risiken genannt: ein nachlassendes Investitionsklima, rückläufige Patentanmeldungen, verschobene Investitionsentscheidungen sowie Engpässe bei qualifiziertem Personal. Deloitte betont in eigenen Studien die Bedeutung von planbaren Anreizsystemen und besseren Rahmenbedingungen für klinische Studien, BCG nennt als strategische Hebel Skalierungsförderung und klares Zielbild für Standortförderung.([pharma.be](https://pharma.be/nl/media/3904/download?inline=))

Als konkrete Handlungsfelder führen die Branchenpapiere an: beschleunigte Bewilligungsverfahren für Forschungsvorhaben, verlässlichere Erstattungsregeln und Marktzugangsprozesse, gezielte steuerliche Anreize für spätere Wachstumsphasen sowie der Ausbau einer datenschutzkonformen, gemeinsam nutzbaren Gesundheitsdateninfrastruktur. Auf nationaler Ebene wird ausserdem eine bessere Koordination zwischen föderalen und regionalen Behörden gefordert, um Doppelstrukturen zu vermeiden und Entscheidungswege zu vereinfachen.([pharma.be](https://pharma.be/nl/media/3904/download?inline=))

Belgien verfüge damit über die Voraussetzungen, seine Position als „health and biotech valley“ zu halten, schreiben die Autoren — doch der Vorsprung sei kein Selbstläufer. Umsetzungsschritte auf europäischer Ebene, etwa mehr skalierbares Risikokapital und Entbürokratisierung, werden als notwendig erachtet, damit europäische Biopharma-Innovationen global konkurrenzfähig bleiben. Diese Zusammenfassung stützt sich auf die genannten Branchenpublikationen und auf die in ihnen ausgewiesenen Zahlen und Einschätzungen.([pharma.be](https://pharma.be/nl/media/3904/download?inline=))

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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