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Anwesenheit in Belgiens Privatsektor erreicht Höchststand seit 2018

In der ersten Jahreshälfte 2026 waren Beschäftigte in Belgiens Privatwirtschaft so oft präsent wie seit 2018 nicht mehr. Das meldet VRT NWS unter Berufung auf Daten des HR-Dienstleisters Acerta.

Beschäftigte in Belgiens Privatwirtschaft waren in der ersten Jahreshälfte 2026 so häufig im Dienst wie seit 2018 nicht mehr. Das berichtet VRT NWS unter Verweis auf eine aktuelle Auswertung des HR-Dienstleisters Acerta. Die Analyse stützt sich auf Lohn- und Personaldaten von rund 430.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus privaten Unternehmen. Acerta versteht die erhobene Präsenzquote als Gegenstück zur Summe verschiedener Abwesenheitsformen. Stand der Veröffentlichung ist der 28. August 2026.

Laut Acerta ist die Abwesenheit insgesamt zurückgegangen. Dazu zählen insbesondere Krankheitsausfälle sowie Zeiten vorübergehender Arbeitslosigkeit, die in den Vorjahren konjunktur- oder krisenbedingt häufiger in Anspruch genommen wurden. Zugleich zeigt die Erhebung deutliche Unterschiede zwischen Branchen: Beherbergung und Gastgewerbe melden vergleichsweise hohe Präsenz, während andere Sektoren stärkere Schwankungen aufweisen.

Als mögliche Treiber nennt Acerta veränderte Personalpraktiken vieler Arbeitgeber, die Fehlzeitenmanagement und Prävention systematischer angehen, sowie eine Erholung in dienstleistungsnahen Bereichen. Regionale Unterschiede erklärt der Dienstleister mit der jeweiligen Sektorstruktur und der Dichte privater Beschäftigung. Konkrete Prozentwerte oder regionale Detailtabellen veröffentlichte Acerta in der Zusammenfassung nicht.

Für die Einordnung ist der Zuschnitt der Daten wichtig: Die Ergebnisse gelten für die Privatwirtschaft und spiegeln den Datenbestand von Acerta wider. Die Stichprobe ist groß, aber nicht notwendigerweise vollständig repräsentativ für alle Beschäftigten in Belgien. Messmethodik, Sektorverteilung und die Auswahl der teilnehmenden Arbeitgeber können die aggregierten Quoten beeinflussen. Ein Abgleich mit amtlichen Reihen, etwa von Statistikbehörden oder Sozialversicherungsinstituten, wäre sinnvoll, um Trendstärke und Timing zu prüfen.

Der Befund „höchste Präsenz seit 2018“ markiert dennoch einen klaren Bruch mit den pandemiegeprägten Jahren und den Nachwirkungen der Energiepreiskrise, in denen Abwesenheiten und Phasen vorübergehender Arbeitslosigkeit häufiger waren. Er legt nahe, dass sich betriebliche Abläufe in vielen Unternehmen stabilisiert haben und dass Beeinträchtigungen durch Krankheit, Kurzarbeit oder betriebsbedingte Stillstände seltener auftreten. Ob dieser Trend über das gesamte Jahr 2026 anhält, hängt von konjunktureller Entwicklung, Arbeitskrankenstand und Personalpolitik in den einzelnen Sektoren ab. Die vorliegenden Aussagen sind Acerta zugeschrieben; unabhängige nationale Statistiken zur Bestätigung stehen noch aus.

Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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