In Belgien sind in diesem Jahr bereits 1.370 Rehkitze mithilfe von Drohnen gerettet worden. Das meldete RTBF am 25. August unter Berufung auf die Vereinigung „Sauvons Bambi“. Der Präsident der ASBL, Cédric Petit, begründet die Zunahme mit einer breiteren Verfügbarkeit freiwilliger Piloten, verfeinerten Einsatzabläufen und engerer Abstimmung mit Landwirten vor der Mahd.
Die Organisation setzt seit 2020 systematisch Drohnen mit Wärmebildkameras ein, um Felder vor dem Mähen abzufliegen und Jungtiere aus dem hohen Gras zu orten. Am Boden bringen Helfer die Tiere in Sicherheit, bis die Maschinen durch sind; anschließend werden die Kitze an Ort und Stelle wieder freigelassen. Nach Angaben der ASBL wurden Zahl und Reichweite der Einsätze in Belgien schrittweise ausgebaut.
Zur Quantifizierung kursieren am selben Tag unterschiedliche, teils höher liegende Zahlen. Der Agrardienst Le Sillon Belge nennt 1.721 gerettete Rehkitze für 2026. Diese Abweichung ist nach Aktenlage vor allem eine Frage der Abgrenzung und des Zeitpunkts der Erhebung: In Veröffentlichungen der ASBL und regionaler Stellen werden teils gemeinsame, teils getrennte Zahlen ausgewiesen, und Zwischenstände werden laufend aktualisiert. So berichtet das Landwirtschaftsministerium Luxemburg am 22. Juli 2026 separat von rund 350 geretteten Rehkitzen im Großherzogtum Luxemburg.
Unabhängig von der genauen Zählweise zeigt der Trend ein deutlich gewachsenes Netzwerk von Ehrenamtlichen und Partnerbetrieben. Für Belgien bedeutet das: mehr präventive Absprachen vor der Mahd, eine präzisere Einsatzlogistik in den Morgenstunden und eine engere Zusammenarbeit mit kommunalen Stellen. Schriftliche Anfragen im Wallonischen Parlament dokumentieren zudem das politische Interesse an belastbaren Statistiken, an Sicherheitsauflagen für Drohnenflüge sowie an der Frage, ob und wie regionale Behörden die zivilgesellschaftlichen Einsätze unterstützen sollten.
Tatsachen: In Belgien meldet RTBF für 2026 bislang 1.370 gerettete Rehkitze, die ASBL „Sauvons Bambi“ bestätigt eine stark ausgeweitete Einsatzbilanz. Für das Großherzogtum Luxemburg weist das Landwirtschaftsministerium Luxemburg in einer Mitteilung vom 22. Juli 2026 etwa 350 Rettungen aus. Zuschreibungen: Bewertungen zu Ursachen des Anstiegs stammen von Cédric Petit und der ASBL. Prognosen: Aussagen über künftige Einsatzzahlen oder flächendeckende Programme liegen nicht vor.
Redaktion: Länderblick (Artikel mit KI-Unterstützung).